26.06.2010 Bundeswettbewerb Main-Kinzig
27.06.2010 von Nino Balzer
Abgelegt unter Jugendfeuerwehr
(nb/bt) Am Samstag fand im Rudolf-Habig-Stadion der Bundeswettberb des Main- Kinzig- Kreises statt. Gewonnen hat den Wettbewerb die Jugendfeurwehr aus Seidenroth. Die Jugendfeuerwehren aus Bruchköbel belegten die Plätze 22 (Roßdorf) und 18 (Bruchköbel).
„Wasser marsch“
Bundeswettbewerb der Jugendfeuerwehren des Main-Kinzig-Kreises
Bruchköbel (sys). Die Ausrichtung des Bundeswettbewerbes der Jugendfeuerwehren des Main-Kinzig-Kreises hatten in diesem Jahr alle fünf Jugendfeuerwehren der Stadt Bruchköbel übernommen. Heißes Wetter, eine tolle Location und eine gute Organisation sowie viele Helfer waren der Garant für einen reibungslosen Wettkampfablauf. Eine Fahrzeugschau mit modernen Fahrzeugen aus Ostheim und Niederrodenbach sowie ein Feuerlöschertraining rundeten den Tag positiv ab.
Beim Wettbewerb wird immer die Leistung innerhalb einer Löschgruppe, bestehend aus neun Teilnehmern, bewertet. Teilnahmeberechtigt sind Jugendliche im Alter zwischen zehn und siebzehn Jahren. 25 Mannschaften mit insgesamt 225 Teilnehmern hatten sich in diesem Jahr angemeldet.
Im ersten Teil der Aufgaben war der so genannte „Löschangriff“ zu meistern. Hier musste von einer Gruppe innerhalb von sechs Minuten die Wasserentnahme aus einem Hydranten mittels Standrohr und B-Schlauchleitung hergestellt werden. Danach ging es „trocken“, d.h. ohne Abgabe von Wasser, an das Löschen. Mit drei C-Rohren hieß es über verschiedene Hindernisse zu kommen. Sollte die Gruppe schneller sein, erzielte sie dadurch keinen Punktgewinn. War sie jedoch langsamer, bekam sie für jede Sekunde einen Punkt abgezogen. Jede Gruppe begann mit 1000 Punkten. Einen Punktabzug gab es zudem, wenn der Gruppe Fehler bei der Durchführung der Wettbewerbsübung unterliefen. Hier kam es den Wertungsrichtern auf die korrekte Durchführung sämtlicher notwendiger Handgriffe und Aufgaben an. Zum ersten Teil gehörte außerdem eine Übung, bei der es darum ging vier Knoten und Stiche so schnell wie möglich korrekt zu knüpfen. Für jede Sekunde, die die Gruppe dazu benötigt, wurde ihr ebenfalls einen Punkt abgezogen.
Im zweiten Teil wurde es mit dem 400m- Hindernisstaffellauf sportlich. Die ersten Läufer mussten jeweils eine bestimmte Strecke ohne Hindernisse laufen. Der dritte Teilnehmer musste auf seinem Weg einen 15m langen C-Druckschlauch aufrollen. Der vierte Jugendliche hatte über einen Balken zu laufen. Der Fünfte lag von Anfang an auf einer Trage, daneben seine Handschuhe, sein Helm sowie ein Koppel. Hatte der vierte Läufer den Staffelstab übergeben, musste der fünfte Läufer sich die genannten Sachen schnell anziehen und zu Läufer sechs weiterlaufen. Dieser durfte dann ohne Hindernisse laufen. Für Nummer sieben und acht hieß es gemeinsam ein C-Strahlrohr mit einem C-Schlauch verbinden. Der Abschlussläufer musste einen Feuerwehrleinenbeutel werfen und durch das Ziel laufen. 400 Punkte gab es hier zu erzielen.
Die Bewertung des Gesamteindrucks dient dem Erlernen der Haltung des Einzelnen in der Gruppe, sowie dem geschlossenen Auftreten der gesamten Mannschaft. So trocken dieser Satz klingt, ist er doch unabdingbar bei einem realen Feuerwehreinsatz. Hier kommt es auf die Schnelligkeit an, gemeinsam muss jeder Handgriff beherrscht werden und Teamarbeit ist gefordert.
Ein wichtiges Anliegen der Jugendfeuerwehr besteht in dem Heranführen von Jugendlichen an die Aufgaben der Feuerwehr. Auf Grund der geänderten demographischen Entwicklung der westlichen Gesellschaft (weniger Kinder) ist diese Förderung sehr wichtig, da gerade kleinere Freiwillige Feuerwehren schon jetzt Personalsorgen haben. Leider ist die Zahl der Quereinsteiger in die Einsatzabteilungen der Freiwilligen Feuerwehren rückläufig, so dass vielerorts die Jugendfeuerwehr die größte Nachwuchsquelle an Einsatzkräften ist.
Nach spannenden Wettkämpfen, bei denen aber auch der Spaß nicht zu kurz kam, standen die Sieger fest.
Landtagsabgeordneter Hugo Klein, Bürgermeister Günter Maibach, der Erste Stadtrat Uwe Ringel, Kreisbrandinspektor Markus Bussani und Stadtjugendwart Sebastian Pauly gratulierten allen und überreichten die Pokale.
Den ersten Platz belegte in diesem Jahr die Jugendfeuerwehr aus Seidenroth. Bei der reinen Mädchenwertung siegte die Mannschaft aus Vollmerz I. Diese beiden Jugendfeuerwehren sowie die zweitplazierte Jugendfeuerwehr aus Huttengrund I, nehmen in diesem Jahr am Landesentscheid teil.
( © Sylvia Sehring, Hanauer Anzeiger)
Alle Fotos von diesem Wettbewerb finden Sie hier.
Weitere Informationen finden Sie unter:
www.stadtjugendfeuerwehren.de und www.jf-mkk.de












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