09.09.2010

Die Explosionskatastrophe von Bruchköbel 1982


Im Februar 1982 traf uns der bislang größte Einsatz in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Bruchköbel. Eine Explosionskatastrophe erschütterte am 9. Februar gegen 06:30 die Stadt und das Umland. Die Produktionshalle der Kosmetikfirma Reinelt (Spraydosen, etc..) war durch eine Gasexplosion in die Luft geflogen. 3 Todesopfer und 17 teilweise schwer verletzte Personen waren zu beklagen. Sämtliche Häuser und Gebäude in der Umgebung wurden schwer beschädigt oder zerstört. Nach unmittelbarer Information an den Landrat wird Katastrophenalarm ausgelöst. Im Rathaus wird eine Katastrophenleitstelle eingerichtet, welche permanent zur Einsatzleitung vor Ort Funkkontakt hält. Zur Schadensbekämpfung , Bergung, Versorgung und Aufräumung waren ca. 560 Personen von der unterschiedlichen Organisationen eingesetzt.

Mehr Fotos von der Explosionskatastrophe finden Sie hier.

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Eingesetzte Kräfte

Feuerwehren: Bruchköbel, Roßdorf, Nieder- und Oberissigheim, Butterstadt, Hanau- Mitte und Stadtteile, die Feuerwehren aus Erlensee, Nidderau und das Fire Department der US- Army.

Rettungsdienste: DRK Bruchköbel, Ortsansässige Ärzte

Andere Helfer: Technisches Hilfswerk, Bundeswehr, Polizei, Militärpolizei, Städtischer Bauhof und Verwaltung, Rettungshundestaffel, Hubschrauberstaffel und Privatfirmen.

Schaden

Durch die Explosion wurde der Gesamte Produktionsbetrieb vollkommen zerstört. Im Umkreis von 500 Metern wurden 1.500 Häuser stark beschädigt. Sämtliche Scheiben gingen zu Bruch. Der Sachschaden belief sich auf 13,3 Mio. DM.

(Text: Chronik, Fotos: Archiv)