04.02.2012

Atemschutz


Technik und Geräte

Atemschutzgerät:
Das eigentliche Atemschutzgerät ist eine Rückenplatte aus Kunststoff, ein Druckreduzierventil, mehrere Schlauchleitungen zum Manometer (Druckanzeige) und ein Lungenautomat. In dieses Atemschutzgerät wird eine mit 300 bar Druckluft gefüllte Flasche eingesetzt, die den Träger in verrauchtem Gebiet mit Luft versorgt. In Bruchköbel kommen ausschließlich Einflaschengeräte zum Einsatz. Derzeit werden sowohl Geräte von Interspiro als auch von MSA Auer im Einsatzdienst genutzt.

Atemluftflasche:
In Atemluftflaschen wird die zum Atmen notwendige Luft auf dem Rücken mitgeführt. Die Flaschen sind mit normaler Umgebungsluft gefüllt, da reiner Sauerstoff unter Umständen lebensgefährliche Folgen haben könnte.

Technische Daten:

- Material: Hochfester Stahl oder Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff (CFK)
- Gewicht: Stahlflasche ca. 12 kg ; CFK Flaschen ca. 6 kg
- Fülldruck: 300 bar
- Luftmenge: Stahlflaschen: 1.600 Liter; CFK Flaschen: ca. 2040 Liter
- Flaschenvolumen: Stahlflaschen 6 Liter; CFK Flaschen: 6,8 l

Maske / Helmkombination:
In Bruchköbel wurde von 1997 bis 2010 eine Helm/ Maskenkombination getragen. Mit speziellen Masken war es hierbei möglich, die Maske mit zwei “Bügeln” am Helm festzuklemmen. Da alle Kunststoffhelme jedoch nur eine begrenzte Haltbarkeit besitzen, fiel Anfang 2010 die Entscheidung aus Kostengründen wieder zurück auf das klassische System (Bild rechts) zurück zu rüsten.

Lungenautomaten:
Lungenautomaten steuern die Luftzufuhr für den Atemschutzgeräteträger.
Mit einem Membran und einem Steuerhebel, der durch das Atmen betätigt wird, strömt durch einatmen weitere im Druck reduzierte Luft in die Maske.

Bei Überdruckgeräten (Roter Schraubkranz) wird ein leichter Überdruck in der Maske belassen (ca. 1- 4 mbar). Dies verhindert bei leichter Undichtigkeit der Maske das Eindringen von Rauchgasen. Bei Normaldruckgeräten (Schwarzer Schraubkranz) hingegen ist die Bauweise und die Handhabung des Lungenautomaten ein wenig unkomplizierter als beim Überdrucksystem.

Notsignalgeber:
Notsignalgeber sind kleine Geräte, die am Gurt der Atemschutzgeräte befestigt sind.
Sie registrieren mit einem Sensor die Bewegungen des Trägers. Bewegt sich dieser länger als 30 sek. nicht, so ertönt ein Voralarm. Erfolgt dann trotz Alarms innerhalb von 5 Sekunden immer noch keine Bewegung, löst das Gerät einen schrillen Alarmton aus, der sich nicht ohne weiteres abstellen lässt.

Das akustische Signal hilf anderen Feuerwehrleuten, eventuell verunglückte Kameraden leichter in einem Gebäude aufzufinden.

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