Atemschutz
Technik und Geräte
Atemschutzgerät:
Das eigentliche Atemschutzgerät ist eine Rückenplatte aus Kunststoff, ein Druckreduzierventil, mehrere Schlauchleitungen zum Manometer (Druckanzeige) und ein Lungenautomat. In dieses Atemschutzgerät wird eine mit 300 bar Druckluft gefüllte Flasche eingesetzt, die den Träger in verrauchtem Gebiet mit Luft versorgt.
Atemluftflasche:
In Atemluftflaschen wird die zum Atmen notwendige Luft auf dem Rücken mitgeführt. Die Flaschen sind mit normaler Umgebungsluft gefüllt, da reiner Sauerstoff unter Umständen lebensgefährliche Folgen haben könnte.
Technische Daten:
- Material: Hochfester Stahl oder Kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff (CFK)
- Gewicht: Stahl 12- 17 kg (je nach Bautyp), CFK 6,2kg
- Fülldruck: 300 bar
- Luftmenge: ca. 1.600 Liter
- Flaschenvolumen: 6 l oder 6,8 l
Maske / Helmkombination:
In Bruchköbel wird, anders als normalerweise üblich, eine Masken/ Helm-Kombination verwendet. Das System wurde 1997 und 1998 aus Eigenleistung durch den Verein der Feuerwehr beschafft. Es erlaubt ein einfaches und sehr schnelles Aufsetzen einer Atemschutzmaske. Durch 2 Spannbügel, die an der Maske befestigt sind, kann diese im Helm eingehängt werden. Ein im Helm eingesetztes sog. Holländisches Tuch schützt den Träger im Hals und unteren Kopfbereich vor Beflammung.
Derzeit findet eine Rückkehr zum konventionellen Maskensystem statt (siehe Bild rechts), da die duale Vorhaltung von nicht miteinander kompatiblen Maskentypen zu aufwendig ist.
Lungenautomaten:
Lungenautomaten steuern die Luftzufuhr für den Atemschutzgeräteträger.
Mit einem Membran und einem Steuerhebel, der durch das Atmen betätigt wird, strömt durch einatmen weitere im Druck reduzierte Luft in die Maske.
Bei Überdruckgeräten (Roter Schraubkranz) wird ein leichter Überdruck in der Maske belassen (ca. 1- 4 mbar). Dies verhindert bei leichter Undichtigkeit der Maske das Eindringen von Rauchgasen. Bei Normaldruckgeräten (Schwarzer Schraubkranz) hingegen ist die Bauweise und die Handhabung des Lungenautomaten ein wenig unkomplizierter als beim Überdrucksystem.
Notsignalgeber:
Notsignalgeber sind kleine Geräte, die am Gurt der Atemschutzgeräte befestigt sind.
Sie registrieren mit einem Sensor die Bewegungen des Trägers. Bewegt sich dieser länger als 30 sek. nicht, so ertönt ein Voralarm. Erfolgt dann trotz Alarms innerhalb von 5 Sekunden immer noch keine Bewegung, löst das Gerät einen schrillen Alarmton aus, der sich nicht ohne weiteres abstellen lässt.
Das akustische Signal hilf anderen Feuerwehrleuten, eventuell verunglückte Kameraden leichter in einem Gebäude aufzufinden.
Mehr Bilder über das Thema “Atemschutz” finden Sie hier.
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